Wolfsmensch
Ich gehe durch die Straßen dieser Stadt,
hab die ganze Zeit
nur an dich gedacht
Es tut gut ein paar Leute zu sehen,
es tut gut hier im Licht zu stehen
Ich spüre eine Glut und suche Zerstreuung,
es ist schon ziemlich spät
Will jetzt nicht schlafen, ich brauche Bewegung,
ich frage mich ob es geht
Alltägliche Wut, es gibt nur wenig Trost,
normalerweise bin ich rücksichtslos
Doch jetzt denke ich an dich vergesse die Zeit,
stehle die Stunden von der
Ewigkeit
Ich will dir alles zeigen, das gibt mir den Sinn,
ich wünschte du wärst jetzt
hier
Um zusammen mit mir auf dieser Welle zu reiten,
doch so träume ich bloß von
dir
Ich fühle mich gut, doch in mir wütet dieses Tier,
finde weder Rast noch Ruhe,
weiß nicht wie viel Zeit noch bleibt
Ich fühle mich gut, ich habe nichts zu verlieren,
ich will nicht zwei mal leben, bin zu allem bereit
Ich jage dir nach wenn auch nur im Geist,
vielleicht gibt es kein Ziel und ich
geh im Kreis
Doch ich bleibe nicht stehen, ziehe meine Bahn,
vielleicht bin ich verflucht und
dies ist der Wahn
Ich kann nicht bleiben und ich kann nicht gehen,
weiß nicht was ich hier noch
soll,
suche keine Antwort, will gar nichts verstehen
und benehme mich wie toll
Written by
Andreas Loehr
De Profundis Publishing - Stuttgart